Playerunknown’s Battlegrounds: Das Erfolgsrezept

Nachdem wir uns mit dem letzten Artikel um Battle Royal Games im allgemeinen und den verschiedenen Titeln beschäftigt haben, wollen wir nun etwas genauer auf den Giganten PUBG eingehen.

Was macht die Fazination an PUBG aus? Wo sind die besten Spots? Und was können wir in Zukunft erwarten?

Über 26 Mio. mal wurde PUBG schon gekauft, damit hat es sogar den Verkaufsschlager Skyrim überholt. Etwa 3 Mio. Spieler sind gleichzeitig in Matches unterwegs, welches deutlich höher als der vorherige Steam-Gigant DotA 2 ist und auch in koreanischen  Internetcafés wird nun mehr PUBG gezockt als der vorherige unangefochtene Liebling League of Legend! Dabei ist Playerunknown Battlegrounds erst Ende Dezember offiziell Erschienen und war davor „nur“ im Early-Access spielbar.

Also was genau sorgt für diese hohen Spielerzahlen?!

 

Das Spielprinzip

Etwa 100 Spieler werden zusammen in ein Flugzeug gesteckt und springen dann an einem Ort ihrer Wahl ab. Daraufhin beginnt die Suche nach den besten Waffen und Ausrüstungsgegenstände um bei dem Kampf ums Überleben am besten vorbereitet zu sein.

Im Flugzeug sitzend fliegt man mit etwa 100 anderen über die Map und springt mit Hilfe eines Fallschrims an einen Ort seiner Wahl ab.

Es gibt weder eine Story, ein Craftingsystem oder freischaltbare Fähigkeiten. Nach den etwa 45 Min. andauernden Matches erhält man lediglich ein paar Münzen mit denen man Kisten kaufen kann, welche verschiedene Kleidungsobjekte enthalten mit verschiedenen Seltenheitsstufen ähnlich den Skins bei CS:GO. Zwar gibt es auch Nahkampfwaffen wie eine Machete, eine Bratpfanne oder eine Brechstange, die in den ersten Sekunden der Waffensuche hilfreich sein können, anschließend greift man auf eine Vielzahl von Schusswaffen zurück oder unterschiedlichen Arten von Granaten. Dies ist Kurz und Knapp schon das simple Spielprinzip von Playerunknown Battlegrounds, aber das ist natürlich nicht alles was das Erfolgsgeheimnis von PUBG ausmachen kann, daher schauen wir uns nun erstmal die Geschichte von Chefentwickler Brendan Greene an.

 

Die Geschichte von Brendan Greene

Brendan Greene wurde in Irland geboren und wohnt nun in Südkorea, da er dort als leitender Entwickler von PUBG Corp. arbeitet. Doch sein Weg in die Spielebranche war über große Umwege.

Brendan Greene ist der Chefentwickler von Playerunknown Battlegrounds und hat die Entwicklung von H1Z1: King of Kill und den ArmA Mods maßgeblich geprägt.

Zunächst studierte er Kunst und verdiente sich etwas nebenbei als DJ, bevor er die Fotografie zu seinem Beruf machte. Doch schon während dieser Zeit begleiteten in Videospiele, welche er hobbymäßig selber zockte. Sein Lieblingsfilm den japanischen Film „Battle Royal“, welcher den brutalen Überlebenskampf zwischen Teenagern zeigt, sah er 2007 mit ein paar Freunden während des Kunststudiums. Diese Fazination des Kampfes zwischen Mensch und Mensch, sollte ihn weiterhin begleiten.

2010 wagte Brendan Greene sich in die Modding-Szene des Millitärshooters ArmA 2 und wandte seine bis dahin erlernten Programmierkenntnisse an.

„Ich hatte kein Geld, um Leute zu bezahlen, so war ich damals ganz alleine. Einen Monat habe ich für den Code gebraucht und es war furchtbar. Mein Code war wirklich schlecht.“ erklärt Greene.

Doch obwohl sein Mod wie er selbst sagt furchtbar schlecht programmiert war, fand er in der Community Anklang und auch für den Nachfolger ArmA 3 entwickelte Greene einen Mod. 200.000 mal wurde dieser heruntergeladen und etwa 50.000 Spieler waren ständig aktiv. Ein deutlicheres Zeichen, dass seine Spielidee den Nerv der Zeit getroffen hat, konnte es kaum für einen Modder geben.

Nun war auch anderen Entwicklern und Studios klar, dass dort ein Hype entstehen konnte, sodass Daybreak Game Company Brendan als Berater für die Entwicklung von H1Z1: King of Kill heranzogen.

H1Z1: King of the Kill war der letzte Test vor dem eigenen Spiel.

Dies war die große Möglichkeit sein durch den ArmA Mod entwickeltes Spielkonzept weiter zu verfeinern und es im Live-Betrieb zu beobachten. Und dies war auch nötig, denn hier wurde zum ersten mal das Gas bzw. der Nebel, welcher den Spielbereich mit der Zeit immer weiter beschränken sollte und Spieler zum Bewegen zwingt, getestet.

Brendan Greene sagt dazu: „In ArmA 3 hatten wir gar nicht erst die Möglichkeit, eine Art Nebel zu programmieren“

Doch die Idee einer kleiner werdenden Spielzone, hatte er schon zu dieser Zeit.

Diese physikalische Einschränkung des Spielbereiches sorgt dafür, dass die Spieler dazu gezwungen sind ihre Strategie immer wieder den neuen Begebenheiten an zu passen. Ein Sniper kann also nicht die gesamte Spieldauer an einer Stelle abcampen, sondern muss hin und wieder auch nach einer neuen Position suchen und gerät dabei unter Umständen auch mal in ein Feuergefecht.

Dieses neue Spielelement wird von den Spielern mit Begeisterung aufgenommen, sodass etwa 1 Millionen Exemplare verkauft wurden und das Obwohl H1Z1 unter enormen Performence Problemen lit.

Hier liegt ein Spieler im Gras während man im Hintergrund das elektrische Feld bzw. die Zone sehen kann sowie den letzten verbliebenen Gegner

Dies war die letzte Erkenntnis die Greene brauchte um 2016 um von Bluehole abgeworben zu werden und die Entwicklung seines eigenen Spiels. Einer der ersten Entscheidung für das Projekt Playerunknown Battlegrounds war die einführung einer elektronischen Barriere, welche den Spielbereich mit der Zeit verkleinern sollte. Mit einem festen Team unter dem Namen PUBG Corp. konnte er sich nun voll und ganz auf die Entwicklung und Vermarktung konzentieren.

Doch natürlich erklärt die Biografie von Brendan Greene nicht alles was den Hype und die anhaltende Fazination von diesem Game ausmacht, daher müssen wir uns noch genauer die zu treffenden Entscheidungen, das Looten, den Kampf, die Maps und die Zukunfsmusik von PUBG ansehen.

 

Entscheidungsdynamik

Obwohl zunächst das Spiel recht simple ist, gibt es doch über die gesamte Spieldauer eines Matches eine Menge Entscheidungen, welche das weitere Spielgeschehen weiter beeinflussen, sodass jedes Match etwas Neues bringt und man immer wieder seine Strategie und Taktik anpassen muss.

Gehe ich das Risiko ein und springe über einen besonders guten Lootpunkt ab und laufe Gefahr, dass jemand anderes die Waffe mir vor der Nase wegschnappt und mich erschießt? Verlasse ich meine Deckung um nach weiterer Ausrüstung zu suchen oder bleibe ich dort wo ich bin? Wie nah lasse ich einen Gegner an mich heran bevor ich das Feuer eröffne? Suche ich mir ein Fahrzeug um schneller die Zone zu erreichen und laufe dabei Gefahr gehört zu werden? Versuche ich als letztes oder erstes in die Zone zu kommen? Wage ich es zu einem Airdrop zu gehen oder versuche ich aus der Deckung heraus andere daran zu hindern?

Diese und viele Fragen mehr stellt man sich immer wieder während einer Patie PUBG und auch weil man nicht genau vorhersagen kann wo genau sich die nächste Zone entwickeln wird das Spiel so unberrechenbar und spannend. Doch trotz dieser vielen Überlegungen ist das Spiel auch für Anfänger intressant, welche durchaus mit guten Entscheidungen und etwas Zonenglück es ohne viele Kills in die Top 10 eines Matches schaffen können.

 

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About Luana

Junge, leidenschaftliche Gamerin und Hobbyjornalistin. Besonderes Interesse an Rollenspielen wie Dragon Age aber auch MOBAs (vor allem LoL), MMORPG und dem in oder anderem Game für zwischendurch. Spezialisiert auf den PC, denn "Keine Konsole kann gegen meinen Gaming-Rechner anstinken" :D

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